Category: Anzeigen

Dezember 9th, 2015 by Lars Hattwig

Sobald jemand eine Webseite erstellt oder einen Blogprojekt gestartet hat, stellt sich für den frischen Webseitenbetreiber die Frage, ob sich damit auch etwas Geld verdienen lässt. Junge Webseiten sind für professionelle Vermarktungen noch uninteressant, um zum Beispiel Anzeigen zu schalten. Aus Erfahrung kann ich bestätigen, dass diese sich erst melden, wenn die Anzahl der Seitenaufrufe Richtung 100.000 geht. Die bekannteste und einfachste Variante auf seiner eigenen Webseite Anzeigen zu schalten und auf diese Weise etwas Geld zu verdienen, ist mit Anzeigen von Google. Lange Zeit waren Werbeanzeigen das Kerngeschäft von Google, mittlerweile ist es unter dem noch recht neuen Konzernnamen Alphabet nur noch ein Geschäftsmodell von mehreren. Wie Du mit Google Adsense Deine Webseite monetarisieren kannst und worauf dabei zu achten ist, erfährst Du in diesem Artikel.

Was ist Google Adwords und wer schaltet bei Google Werbeanzeigen?
Da Google tiefgehend in die private und kommerzielle Nutzung des Internets integriert ist, ist es für Werbetreibende eine interessante Variante auf das eigene Angebot hinzuweisen. Bei diesem Service, der Google AdWords heißt, können Unternehmen Werbung buchen und diese werden in Textform oder als Banner in den Google Suchergebnissen bzw. im Google Werbenetzwerk angezeigt. Zum Google Werbenetzwerk zählen sämtliche Webseiten, die Google Adsense eingebaut haben.

Wie kann ich mich für Google Adsense anmelden?
Um Euch für Google Anzeigen anzumelden, geht Ihr auf die Seite www.google.com/adsense. Dort könnt Ihr Euch entweder mit Eurem googlemail.com – Konto anmelden und diese mit Adsense verknüpfen oder Ihr erstellt ein neues googlemail.com – Konto, weil Ihr noch keins habt oder weil dafür eine separate E-Mail Adresse haben wollt. Anschließend müsst Ihr einige Angaben zu Eurer Webseite machen. Nach dem Absenden werden die Angaben erst einmal von Google geprüft. Wie lange die Prüfung aktuell dauert, kann ich nicht genau sagen, weil meine Anmeldung bereits einige Jahre zurück liegt. Im schlimmsten Fall müsst Ihr ein paar Tage auf eine Antwort warten. Um jedoch eine Webseite präsentieren zu können, die bereits das Interesse einiger Leser geweckt hat, sollten schon einige Artikel vorhanden sein oder bei einer statischen Webseite einige Unterseiten vorhanden sein. Sonst kann es passieren, dass Ihr seitens Google abgelehnt werdet.

Google Anzeigen erstellen
Nach erfolgreicher Bestätigung von Google geht es nun darum eine Google Anzeige zu erstellen. Nach dem Einloggen bei www.google.com/adsense klickt Ihr oben auf „Meine Anzeigen“. Sobald Ihr bereits Anzeigen erstellt habt, erscheinen sie auf dieser Seite mit dem jeweiligen Erstelldatum. Da Ihr bislang ja noch keine Anzeigen ausgewählt habt, klickt Ihr auf „+Neuer Anzeigenblock“. Nun seht Ihr eine Auswahl von Anzeigenformaten, die Google selbst vorschlägt. Die Vorschläge basieren auf statistisch besonders erfolgreiche Formate (häufig angeklickt oder hoher Umsatz) oder welche, die flexibel sind. google_adsense_einstellung So ist zum Beispiel das vierte Anzeigenformat von links „Large Mobile Banner“ mit 320 x 100 Pixel gut geeignet für die Nutzung auf SmartPhones. Daher auch das kleine SmartPhone-Zeichen rechts unten vom Anzeigenformat. Ebenfalls ist das ganz linke „Responsive“ für die zunehmende Nutzung auf Smart Phones optimiert, aber es passt sich auch auf Notebook- bzw. PC-Seiten dem verfügbaren Platz an. Die anderen Anzeigenformate haben eine feste Größe. Neben den Vorschlägen lassen sich aber viele weitere Formate auswählen und erstellen. Über der Auswahl der Formate kann der Anzeige zur besseren eigenen Zuordnung noch einen Namen bekommen. Weiter unten lässt sich das Anzeigenformat für Textanzeigen noch farblich anpassen, damit es besser zur eigenen Webseite passt. Im Standardfall solltet Ihr Text- und Displayanzeigen zulassen. Dann wird entweder eine Grafik oder ein kleiner Film oder nur Textanzeigen eingeblendet. Ich hatte in einigen begründeten Fällen entweder nur Textanzeigen oder nur grafische Anzeigen zugelassen. Das drückt aber jeweils auch etwas den Erlös. Sobald Ihr alle gewünschten Einstellungen vorgenommen habt, drückt Ihr unten auf den Button „Speichern und Code abrufen“. Diesen Quellcode kopiert Ihr nun an den gewünschten Ort Eurer Webseite.

Beispiel einer Platzierung von Google Adsense auf www.passivergeldfluss.de

Beispiel einer Platzierung von Google Adsense auf www.passivergeldfluss.de

Wie erfolgt die Bezahlung?
Grundsätzlich wird pro Klick abgerechnet, wobei es keinen konstanten Klickpreis gibt. Dieser hängt unter anderem von der Qualität der eigenen Webseite, aber auch von der des werbenden Kunden ab. Auch die Beliebtheit der Themen oder Begriffe, die Werbetreibende für Google Adwords wählen hat Einfluss auf die Höhe des Klickpreises. Hinzu kommen noch Schwankungen aufgrund der Tages- und Jahreszeit. Jetzt hängt es auch davon ab, wie viele Menschen auf solch ein Google Anzeige klicken. Diejenigen, die eine solche Anzeige erkennen, klicken in der Regel nicht darauf, außer wenn dort etwas angezeigt wird, was sie gerade suchen. Als Faustformel kann eine Klickrate von 1% angenommen werden. Also von hundert Besuchern klickt in der Regel einer auf die Google-Werbung. Damit wird auch klar, dass sich diese Form der Werbung erst lohnt, wenn ein ausreichend hoher Traffic auf der eigenen Webseite stattfindet. Aber der Erlös pro Monat hängt auch davon ab, an welchen Stellen der eigenen Webseite Du die Google-Anzeigen platzierst. Denn es gibt nachweislich Stellen auf Websites, die den Lesern im statistischen Mittel besonders auffallen.

Beste Positionierung von Google Adsense Anzeigen
Jetzt haben wir besprochen, dass die Verdienstmöglichkeiten unter anderem von der Positionierung der Google Adsense Anzeigen abhängen. Natürlich drängt sich jetzt bei Dir bestimmt die Frage augoogle_adsense_Positionierungf, welches denn die besten Positionierungen sind? Auch hier hängt es von bestimmten Faktoren ab. Die Anzeige sollte für Leser gut sichtbar sein. Ich habe schon Webseiten gesehen, da war erst ganz unten auf der Seite, in einem Bereich, in dem es höchstens Zusatzinformationen, aber nicht zwingend interessanten Content gibt. Dass bei solch einer Platzierung die Ergebnisse zu wünschen übrig lassen, brauche ich wohl nicht separat erwähnen. Google selbst gibt jedoch eine Guideline mit „Best Practices für das Anzeigen-Placement„, nach denen die Erfahrungen für verschiedene Aufbauten von Webseiten zusammengefasst sind, die Google selbst gemacht hat. Dabei wird durchaus unterschieden, ob es sich um einen Blog oder einer statischen Webseite handelt. Dennoch ist natürlich jede Webseite und jeder Blog individuell etwas anders aufgebaut und als Betreiber einer Webpräsenz muss Du ein bisschen ausprobieren, an welchen Stellen die besten Erfolge auftreten.

Was solltest Du nicht tun?
Generell sollte man nicht selbst auf die Anzeige klicken. Auch wenn man seine „Kumpels“ beauftragt regelmäßig auf die eigene Werbung zu klicken, bekommt dies Google irgendwann ein mal mit. Im schlimmsten Fall droht ein Ausschluss aus Google Adsense. Selbst kann ich bestätigen, dass fast im Livebetrieb Google eine Möglichkeiten gefunden hat, auffällige Klicks auf Anzeigen zu korrigieren. Ein mehrfaches Anklicken kann passieren, wenn es Probleme beim Laden einer Webseite gibt oder jemand sehr jungen oder sehr hohen Alters mehrfach auf die Anzeige geklickt hat. So wurden die angezeigten Erträge in solchen Fällen nach unten korrigiert.




Auch die Anzahl der Werbebanner von Google sollten nicht zu hoch sein. Wenn eine Webseite plötzlich mehr Werbung als eigentlichen Content bietet, ist sicher eine gewisse Schmerzgrenze überschritten. Schließlich möchten die Leser ja in erster Linie auf Deiner Webseite etwas interessantes von Dir oder über Dich erfahren. Früher galt einmal die Regel mehr als drei Google-Anzeigen pro Unterseite sind nicht zulässig. Und tatsächlich wurden dann weitere Anzeigen einfach nicht angezeigt. Weitere Konsequenzen sind mir jedoch nicht bekannt. Die Regel mit maximal drei Werbefenstern kann ich heute nicht mehr bestätigen und es werden auch vier oder fünf Anzeige-Blöcke eingeblendet. Bei sehr langen Unterseiten mit viel Text und sonstigem Content können auch vier oder fünf Banner für Leser noch vertretbar sein – sofern nicht alle besonders groß gestaltet sind.

Wie viel Geld ist mit Google Adsense zu erwarten?
Für viele Webseitenbetreiber, die zwar eine Menge aktive Stammleser haben, aber bei denen der Traffic insgesamt begrenzt ist, werden mit Google Adsense eher nur ein Taschengeld verdienen. Für diese Gruppe passt das Affiliate-Marketing oder eine andere Monetarisierung vielleicht besser. Wenn es Richtung 100.000 Page Views geht, bei denen auch ein guter Teil von Suchmaschinen auf die Website gelangt, sollte monatlich zumindest ein dreistelliger Eurobereich drin sein. Das sind aber nur Richtwerte und auch davon abweichende Varianten sind möglich, selbst wenn sie weniger wahrscheinlich sind. Grundsätzlich sollte Google Adsense nicht die Haupteinnahmequelle sein, sondern nur ein Teil eines Monetarisierungskonzepts. Denn eine Diversifizierung der möglichen Geldquellen schützt vor einer zu großen Abhängigkeit nur eines Anbieters. Wenn Du noch weitere Fragen zu Google Adsense hast oder Du andere Erfahrungen als von mir hier beschrieben gemacht hast, dann hinterlasse einfach einen Kommentar unter dem Artikel.

Zum Weiterlesen:

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