Ein eigenes eBook verfassen und verkaufen

eBooks sind Bücher in digitaler Form

Ein Buch oder eBook zu verkaufen, gehört zu den klassischen Methoden ein passives Einkommen zu generieren. Denn ist das Schriftstück erst einmal im Markt platziert, wird es oft über Jahre hinweg verkauft und produziert für den Autor Einnahmen. Natürlich hängt es sowohl vom Thema, von der Bekanntheit des Autors und von den PR-Maßnahmen, die für den Verkauf des Buches ergriffen werden. Ich möchte mich in diesem Artikel auf das Verkaufen von eBooks beschränken, da wir hier ja digitale Produkte besprechen möchten.

Dazu das Video „Passives Einkommen durch ein eigenes eBook“ vom Youtube Kanal von Passiver Geldfluss.

Eine Buchveröffentlichung bedeutet viel Arbeit

Zunächst einmal sind die Herausforderungen für das Verfassen eines Buches nicht zu unterschätzen. Denn ein Buch ist etwas ganz anderes als ein Blog-Artikel. Das Thema muss einerseits ein Mindestmaß an Ausführlichkeit vorweisen können. Oft müssen vorbereitende Kapitel geschrieben werden, bevor man überhaupt zum Kernthema gelangt. Dabei muss der Lesefluss für zukünftige Leser stimmig sein, es dürfen keine Logikfehler auftreten, was bei mehreren Kapiteln schnell passieren kann. Zudem müssen rechtliche Sachverhalte unbedingt beachtet werden. Einfach eine Grafik oder Bild aus dem Netz für das eigene Buch verwenden, ohne die Erlaubnis zu holen, kann schnell unangenehme rechtliche Konsequenzen haben. Selbst wenn man die Quelle angibt. Wenn man dann irgendwann fertig ist, solltet Ihr das Buch selbst mindestens drei- bis viermal durchlesen. Selbst beim letzten Durchgang findet Ihr garantiert immer noch Fehler. Zum anderen sollten das Buch mindestens drei externe Leute aus verschiedenen Fachgebieten lesen. Wenn nur Menschen aus derselben Fachrichtung für das Korrekturlesen herangezogen werden, kann sich eine gewisse Betriebsblindheit einstellen. Erst fachfremde Leser entdecken, falls zum Beispiel ein Sachverhalt nicht umfassend genug erklärt wurde. Mir ist es passiert, dass ich eine Korrektur zurückbekommen hatte, die noch einmal ziemlich viele Textpassagen in Frage gestellt hatte. Zwar muss man als Autor natürlich selbst die Entscheidung treffen, welche Inhalte und Formate für ein eBook genutzt werden, aber ich hatte daraufhin die Veröffentlichung um ein paar Tage verschoben, um mir die Korrekturvorschläge noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen.

Deadline setzen

Ein Buch schreibt sich in der Regel nicht einfach so weg, manchmal kommt man auch nicht richtig voran. Um dennoch die Fertigstellung einigermaßen zügig durchzuführen, empfehle ich jedem sich eine Deadline zu setzen. Denn mit der Einstellung, „ich schreibe mal hier und da ein bisschen, wenn gerade Zeit ist“, zieht das Projekt schnell über Monate in die Länge. Wer eine Prüfung oder einen Abschluss immer wieder vor sich her schiebt, kennt das latente Unzufriedenheitsgefühl darüber. Das ist bei einem ernst gemeinten Buchprojekt auch nicht anders.

Welche Verkaufsplattformen nutzen?

Wer als Autor nicht bekannt ist, wird selten einen prominenten Verlag finden, der sein Buch veröffentlicht. Bei reinen geplanten eBooks ist die Wahrscheinlichkeit noch geringer, weil die Gewinnmarge für den Verlag niedriger ist. Aber heute gibt es Alternativen, so dass letztendlich jeder die Chance bekommt sein Schriftstück in den Markt zu bringen. In Deutschland gibt es derzeit zwei Plattformen über die der Verkauf üblicherweise stattfindet. Die eine Adresse ist digistore24.com und die andere Amazon, hier mit einem Einstiegs-Video. Für spezialisierte Fachbücher, die man gerne höherpreisig verkaufen möchte, bietet sich digistore24 als Verkaufplattform an. Mehr potenzielle Käufer hat man natürlich beim größten Online-Versandhandel der Welt, nämlich Amazon. Möchte man sein eBook dort in der Preisspanne zwischen 2,99 und 9,99 Euro verkaufen, können bis zu 70% Tantiemen für den Autor gewählt werden. Das gilt zwar nicht für alle Länder – ist hauptsächlich interessant, wenn man ein englischsprachiges eBook erstellen möchte – ist jedoch als Verkaufsprovision für Autoren unschlagbar hoch. Bei einem normalen Buchverlag – sofern dieser sein Buch überhaupt veröffentlichen möchte – gelangen lediglich zwischen 8 und 15% zum Autor. Lediglich bekannte Personen oder in der Vergangenheit bereits erfolgreiche Autoren können etwas bessere Konditionen mit dem Verlag verhandeln. Bei digistore24.com ist der Vorteil, dass man mögliche Affiliates mit deutlich höheren Provisionen als bei Amazon anlocken kann. Denn wer zum Beispiel 50% seines Umsatzes anbietet, damit andere sein Buch bewerben, wird eine höhere Quote an Affiliates erzielen als mit einer Provision von unter 10% wie bei Amazon.

Wenn das eBook veröffentlicht wird

Mein letztes eBook habe ich bei Amazon veröffentlicht. Manchmal liest man im Netz noch über umständliche Formatänderungen vor dem Hochladen des Manuskripts. Aber es reicht zum Beispiel ein ganz normales Word-Dokument als Manuskript aus. Beim Hochladen durchlauft Ihr mehrere Abfragen, zu denen es jeweils Erläuterungen gibt. Wenn trotzdem etwas unklar bleibt, gibt es zu der jeweiligen Frage Erfahrungsberichte im Netz. Wichtig ist die Beschreibung des eigene eBooks, die ausgewählten Keywörter und natürlich das Cover. Hier solltest Du Dir auf jeden Fall etwas Zeit nehmen, denn davon hängt ab, wie gut Dein Buch anderen Lesern auffällt und wie gut es gefunden wird. Das Cover hat lediglich den Zweck, dass es im „Regal“ bei Amazon potenziellen Lesern ins Auge springt und irgendwie interessant aussieht. Amazon veröffentlicht ein eBook nach einer kurzen Überprüfung innerhalb eines Tages, bei mir hatte es nur zwei bis drei Stunden gedauert. Dabei solltest Du am Anfang so viel Werbung wie möglich machen. Optimal ist das eBook einigen Bekannten oder Freunden schon einige Tage vorher zum Lesen zu geben, dass gleich zur Veröffentlichung positive Rezensionen erscheinen. Das animiert andere Leute eher es ebenfalls zu kaufen, als wenn es „nackig“ irgendwo herumsteht.

Wie mit negativen Rezensionen umgehen?

Von Kritikern wird oft genannt, dass die Qualität von Buchveröffentlichungen nachgelassen habe, seitdem dies quasi jeder tun kann. Zum einen ist das Argument richtig, da zum Beispiel die Prüfung eines Lektorats fehlt. Auf der anderen Seite bekommen schlechte Bücher auch die entsprechenden Reaktionen. Das können Blogs sein, die über Bücher berichten, aber auch Leser-Rezensionen bei Amazon. Wichtig dabei ist im eigenen Interesse darauf zu achten, dass Dein eBook inhaltlich und formal ein gewisses Qualitätsniveau aufweist, selbst wenn am Ende immer noch irgendwo ein Komma nicht richtig gesetzt wurde.

negativ_Rezension

Ein Buch mit mehreren schlechten Rezensionen macht wirklich keinen guten Eindruck.

Auf der anderen Seite kann es immer Käufer geben, die eine andere Erwartung an das Buch hatten. Häufig sind genau diese Leser es auch, die sich dann mit einer Rezension melden. Während die meist zufriedene Mehrheit schweigt. Es kann also sein eine schlechte Leserkritik zu erhalten. Sollte dies lediglich seine Meinung wiederspiegeln, macht es aus meiner Sicht keinen Sinn, diese Meinung zu kommentieren. Anders sieht der Sachverhalt aus, wenn Unwahrheiten verbreitet werden oder der Leser den Inhalt aus irgendeinem Grund völlig missverstanden haben sollte. In diesen Fällen bietet Amazon auch an die Rezension an sich zu kommentieren. Auf jeden Fall sollte die Reaktion sachlich bleiben. Ich habe auch schon erlebt, dass der Autor eher beleidigt reagierte, was sicher nicht gerade verkaufsfördernd sein dürfte.




Fazit

Wer ein Thema hat wofür er brennt oder bereits viele Blogartikel veröffentlicht hat, sollte über die Veröffentlichung eines eBooks ernsthaft in Erwägung ziehen. Bei vielen Blogartikeln können eBooks als eine Art Zusammenfassung mit vertiefenden Elementen dienen. Dafür sind auch die eigenen Blogleser meist gerne bereits etwas zu bezahlen. Aber die Arbeit für solch ein Buch sollte nicht unterschätzt werden. Käufer reagieren auch allergisch darauf, wenn das Schriftstück nur vor Fehlern strotzt und quittieren dies mit negativen Rezensionen. Da hilft es auch nicht mit dem Preis niedrig zu bleiben. Generell solltest Du auch wirklich etwas haben, was Du anderen mitteilen möchtest und um damit einen Mehrwert zu generieren. Dann klappt es auch mit dem jahrelangen passiven Einkommensstrom.

Zum Weiterlesen:

Dezember 6th, 2015 by