Es gibt zwei unterschiedliche Formen von passivem Einkommen

Wenn von passiven Einkommenströmen gesprochen wird, wirft man in der Regel alle Möglichkeiten die es gibt, in einen Topf. Details zu den Varianten werden wir uns in späteren Artikeln noch anschauen. Allerdings lässt sich das passive Einkommen in zwei übergeordnete Kategorien einteilen: Zum einen in

  1. Passives Einkommen über Startkapital
  2. Passives Einkommen ohne Anfangskapital

Mit „Startkapitel“ sind schon größere Summen, also höhere fünfstellige, meist jedoch sechs- oder siebenstellige Eurosummen gemeint. „Ohne Anfangskapital“ meint auch nicht, keinen einzigen Euro zu besitzen, sondern dass keine großen Ersparnissen notwendig sind. Vorab müssen wir kurz den Begriff Vermögenswert definieren. Oft wird eine Anschaffung wie eine Maschine, ein Auto oder eine Immobilie als Vermögenswert eingestuft, weil man damit bei einem späteren Verkauf wieder einen entsprechenden Geldwert erhält. Hier möchte ich die Definition eines Vermögenswertes anders festlegen: Vermögenswerte sorgen für einen permanenten Geldstrom das eigene Portmonnaie Das heißt, alles was keinen regelmäßigen Geldfluss auf das eigene Konto verursacht, ist auch kein Vermögenswert.

Mit Startkapital Vermögenswerte kaufen
Wer eine Menge Geld auf dem Konto hat, investiert dieses in Wertpapiere, Anleihen, vorwiegend jedoch Aktien oder in andere Sachwerte wie Immobilien. Auf diese Weise kassiert der Investor Zinsen, Dividenden oder Mieteinnahmen. Auf der Seite Passiver Geldfluss haben wir uns ziemlich ausführlich mit diesem Thema befasst. Das ist eine ziemlich bequeme Form des passiven Einkommens, jedoch ist dazu erst einmal ein ordentlicher Kontostand notwendig.

Ohne Anfangskapital Vermögen erschaffen
Die spannendere, aber insgesamt schwierigere Form des passiven Einkommens ist selbst Vermögenswerte zu erschaffen. Hier fangen wir gleich mit der Königsdisziplin an, nämlich ein eigenes Unternehmen zu gründen, welches an die Börse geht und andere Menschen von diesem Unternehmen kleine Anteile an Vermögenswerten in Form von Aktien kaufen.
Ok, bevor jetzt alle Leser demotiviert den Artikel wegklicken, es geht auch sehr viel kleiner. Wer es grundsätzlich fertig bringt Lösungen für die Probleme anderer Menschen anzubieten oder emotional eine Kundschaft zu erreichen, befindet sich auf einem guten Weg ordentlich Geld zu verdienen. Das fängt schon bei etwas scheinbar banalem wie einem eBook oder einem anderen digitalen Produkt (z.B. Online-Kurs) an. Wenn derartige Produkte erfolgreich an den Markt gebracht werden können, liefern sie dem Autor oder Produzenten über längere Zeit ein passives Einkommen.
Selbst eine viel besuchte Webseite ist ein Vermögenswert, gerne werden auch Domainnamen gehandelt. Im heutigen schnelllebigen Informationszeitalter ist jedoch zu einer Unternehmensgründung in vielen Fällen kein größeres Kapital mehr notwendig. Hauptsächlich ist eine Idee, kluges Vorgehen und unternehmerisches Denken wichtig. Die Gründung und der Aufbau einer Firma hat natürlich das Potential noch nachhaltiger und voluminöser einen Vermögenswert zu erschaffen. Also mit Wissen und einer Idee ist es möglich selbst ohne viel Geld auf dem Konto Vermögenswerte zu schaffen, um damit Geld zu verdienen. Oft ist es in der Praxis jedoch so, dass beide Formen des aktiven und passiven Einkommens anteilmäßig in einem Geschäftsmodell enthalten sind.

Unterschied aktiv versus passiv am Geschäftsmodell zu merken
Der klassische Fall ist der Auftrag für eine individuelle Tätigkeit oder Dienstleistung. Das kann zum Beispiel der Aufbau einer für den Kunden passenden Webseite, eine Beratung oder eine handwerkliche Tätigkeit sein. Dabei arbeitet eine Person für jemand anderen, bringt dafür Zeit auf und wird anschließend für diese Zeit einmal bezahlt. Sobald der Auftrag beendet ist, fließt auch kein weiteres Geld – solange nicht nachfolgend erneut ein individueller Auftrag zu erledigen ist. Der andere Weg ist einmalig etwas zu produzieren, wofür jedoch anschließend mehrfach bezahlt wird. Typische Beispiele sind die Veröffentlichung eines Buches, das Verkaufen von Application Software (Apps), der Verkauf von Lizenzen für eine temporäre Nutzung von digitalen Produkten oder die Bereitstellung von Informationen auf einer Webseite, auf der Anzeigen geschaltet werden. Nachteil ist jedoch dafür geringere Preise erzielen zu können als bei einem individuellen Auftrag. Ein Blog ist ein schönes Beispiel für eine Mischform aktiv und passiv. Einerseits muss ein Blog durch aktive Arbeit am Leben gehalten werden, weil sonst ein Teil der Leser verschwinden. Auf der andere Seite sind besonders zeitlose Themen, aber mit hochwertiger Qualität oft noch über mehrere Jahre in den Suchmaschinen, vor allem Google, weit vorne indexiert. Damit gelangt noch längere Zeit ein Besucherstrom auf ältere Artikel, für die der Blogbetreiber nichts mehr groß tun muss. Das ist der passive Anteil.

Passives Einkommen bringt Zeitvorteil
Da nach Fertigstellung des Produkts mitunter jahrelang ein Geldfluss stattfindet, kann man in dieser Zeit neue Projekte angehen, die anschließend erneut für längere Zeit einen Geldstrom produzieren.

Zum Weiterlesen:

Dezember 5th, 2015 by