Die digitale Revolution
September 5th, 2016 by Lars Hattwig

Im Artikel „Warum ein Online-Business so viele Chancen bietet“ hatte ich auf die Vorteile hingewiesen, die jemand hat, der sich mit der New Economy und dem digitalen Business befasst. Bei einigen Lesern kam hier eher der Eindruck eines „Add-on“ oder „nice to have“ an. In diesem Artikel werde ich etwas drastischer darauf hinweisen, dass sich eigentlich jeder mit den Veränderungen der digitalen Revolution beschäftigen MUSS, weil er sonst mittelfristig zu den Verlierern der Gesellschaft gehören wird.

Die heutige Situation des Internets bietet für jeden von uns ungeahnte Möglichkeiten. Sei es auf sich selbst und seine Fähigkeiten aufmerksam zu machen, über das Netz Geld zu verdienen oder als Anbieter von Dienstleistungen und Produkten gefunden zu werden.

Dazu auch das folgende Video vom YouTube Kanal von Passiver Geldfluss

 

New Economy ist auch für traditionelle Berufe essentiell

Die meisten Menschen gebrauchen Google, Facebook, YouTube und Amazon lediglich dazu, um sich zu unterhalten oder für den eigenen Konsum, aber die wenigsten nutzen diese Plattformen geschäftlich. Dabei gibt es mittlerweile viele Wege, um sich zumindest nebenberuflich ein weiteres Standbein aufzubauen. Ein Großteil der Menschen möchte sich mit diesen Möglichkeiten und generell mit dem Online-Marketing nicht weiter beschäftigen oder sagt sogar, dass Google und Facebook böse und unnütz sei. Ähnliche Aussagen gab es auch schon von Mitgliedern des Deutschen Bundestages zu hören.

Wenn heute jemand etwas sucht oder sich informieren möchte, wohin geht der Großteil der Menschen als erstes?
Richtig, er nutzt Google, was heute auch schon bequem über ein mobiles Gerät funktioniert.

Zu wem gehen die Leute, die in den Suchergebnissen angezeigt werden?
Genau, sie klicken auf die Ergebnisse, die ganz weit oben gelistet sind. Vielleicht klicken einige noch auf Seite 2 oder 3 der Google-Suchergebnisse, aber dann hört es auch schon auf.

Das heißt, wer mit seinem Geschäft nicht ganz weit oben in den Google-Suchergebnissen auftaucht, zu dem werden auch keine neuen Kunden mehr kommen.

Das gilt nicht nur für die neuen Geschäftsmodelle, sondern auch für Unternehmer aus den traditionellen Berufen, wie Handwerker. Um ein konkretes Beispiel zu nennen haben Eigentümer von Immobilien ihre Häuser durchaus auch in anderen Städten oder Ländern erworben. Wenn jetzt an irgendeinem Ort eine Reparatur anfällt, wird der Eigentümer bei Google nach einem ortsbezogenen Handwerker suchen, sofern er bislang noch keinen brauchte. Diejenigen Handwerker, die jedoch keine gute Online-Präsenz haben, werden jedoch von niemanden gefunden. Also macht der Handwerksbetrieb das Geschäft, der über das Netz auch gut gefunden wird.

 

Digitalisierung und Automatisierung lässt viele Arbeitsplätze verschwinden

Alles was automatisiert werden kann, wird über kurz oder lang auch automatisiert. Dadurch werden viele heutige Berufe in den kommenden ein bis zwei Jahrzehnten aussterben. So werden selbstfahrende Fahrzeuge nicht nur Taxi- und Busfahrer ersetzen, sondern auch Chauffeure, Baggerführer und Lastwagenfahrer. Auch die in Deutschland in den letzten Jahren nervigen Streiks der Lokführer dürften sich in einigen Jahren weitgehend erledigt haben, weil es dann auch selbstfahrende Züge gibt.

Ein Beispiel, welches jedem bekannt sein dürfte ist der Buchmarkt. Fand zunächst der Handel und Verkauf über Plattformen wie Amazon statt, sorgten die zunehmend aufkommenden eBooks erst recht dafür, dass etliche Verlage und Buchgeschäfte in Bedrängnis kamen. Da eBooks nicht nur günstiger sind, sondern man in ihnen besser nach Stichwörtern suchen kann, bleibt fast nur noch das – vor allem von Mitbürgern mittleren und höheren Alters empfundene – emotionale Gefühl ein richtiges Buch in der Hand zu halten als Hauptgrund für ein physisches Buch.

Viele Menschen schauen noch aus ihrem gewohnten Blickwinkel skeptisch auf die New Economy und beschäftigen sich nicht weiter damit. Das wird mittelfristig ein schwerer Fehler sein.

Viele Menschen schauen noch aus ihrem gewohnten traditionellen Umfeld skeptisch auf die New Economy und beschäftigen sich nicht weiter damit. Das wird sich mittelfristig als ein schwerer Fehler erweisen.

Auch viele Computer-Arbeitsplätze betroffen

Einige werden nun denken: Ok, das betrifft vorwiegend Industriearbeitsplätze oder bestimmte Nischen wie den Büchermarkt, aber dabei wird es bei der laufenden digitalen Revolution nicht bleiben. Es werden nicht nur Arbeiter in Werkbänken ersetzt, sondern auch Schreibtische und Bildschirmarbeitsplätze. Denn wer dachte, die neue Automatisierung schreite nur in Zweigen voran, deren Tätigkeit überwiegend aus Routine oder Wiederholungen besteht, täuscht sich. Es geht auch um viele anspruchsvolle Jobs.

Denn Maschinen werden zukünftig anstelle von Architekten Häuser entwerfen sowie Übersetzungen, das Controlling in Unternehmen und sogar medizinische Diagnosen übernehmen. Dabei wird es nicht bleiben. Schon heute gibt es gute und gleichzeitig recht preisgünstige Software für die Steuererfassung oder Buchhaltung, so dass ein leichter bis mittlerer Schwierigkeitsgrad bei der Steuererklärung und Buchhaltung bereits abgedeckt wird. Lediglich für Spezialfälle benötigt man noch einen Mensch, der diese Arbeit übernimmt. Zudem kann entsprechende Software mehrere tausend Dokumente in einer Zeit durchsuchen, für die der Mensch ein Vielfaches braucht.

Selbst die einst blühende Finanzwirtschaft wird stark darunter leiden. Erst Geldautomaten, dann die Onlinebanken und nun werden die FinTechs reihenweise Bankangestellte und Finanzberater ersetzen. Ein weiterer Grund ist, dass heutzutage ein Anleger den Vermögensaufbau in Eigenregie durchführen kann.

Nahezu jeder Arbeitsplatz, an dem jemand vor einem Bildschirm sitzt und Informationen verarbeitet, ist bedroht. So hat das Mannheimer Forschungsinstitut ZEW errechnet, dass in Deutschland gut fünf Millionen Jobs in den kommenden 10 bis 15 Jahren vergleichsweise leicht automatisierbar wären.

 

Die digitale Revolution bietet auch gute Chancen

Wer die Wahrscheinlichkeit dafür erhöhen möchte, dass seine Tätigkeit auch in Zukunft noch gefragt sein wird, sollte in Fähigkeiten investieren, die eine Maschine nicht reproduzieren kann. Dazu gehören vor allem Kreativität und vor allem Problemlösungen. Eigenschaften, die oft erfolgreiche Unternehmer auszeichnen. Und genau hier liegen die Chancen für viele Menschen.
Dazu ein Beispiel: In den Schulen und Universitäten bekommen Schüler und Studenten überwiegend noch altes Wissen mitgeteilt oder Wissen, welches sie in ihrem späteren Beruf nicht wirklich brauchen. Wie man heutzutage eine gute Webseite erstellt, worauf es beim Online-Marketing ankommt oder wie man generell im Internet Geschäfte macht, wird dort kaum gelehrt. Die Welt und der Wissensstand ist derzeit sehr viel schnelllebiger. Das ermöglicht vielen Menschen als Coaches neues Wissen an andere Leute in Form von eBooks, Webinaren oder Onlinekursen weiterzugeben. Dieses neue Wissen, welches sich nicht nur ums Geld verdienen drehen muss, wird auch gerne angenommen, da ein Einsteiger in herkömmlichen Bildungseinrichtungen kaum den neuesten Stand erfährt oder aber sehr viel Zeit für die eigene Recherche aufwenden muss.

 

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