Dezember 21st, 2015 by Lars Hattwig

Kürzlich habe ich darüber berichtet, was Affiliate-Marketing eigentlich ist und habe zwei Affiliate-Netzwerke vorgestellt. Kurz zur Erinnerung: Affiliate Marketing wird auch Empfehlungsmarketing genannt, weil jemand einen guten Service oder ein gutes Produkt weiterempfiehlt. Kommt es dabei entweder zu einer Anmeldung oder einem Verkaufsprozess, erhält der Empfehlende, auch Affiliate genannt, für den vermittelten Verkauf eine Provision.

Der Affiliate wird für seine Vermittlung zwischen einem Käufer und einem Unternehmen belohnt und kann auf diese Weise etwas Geld verdienen. Je mehr Kunden aufgrund seiner Empfehlung etwas kaufen oder sich anmelden (zum Beispiel für einen Newsletter), desto höher ist der Verdienst des Affiliate.

Nach einem Verkauf ist vor dem nächsten Verkauf. Es muss demnach erneut ein Kunde vermittelt werden, damit eine weitere Vergütung stattfinden kann. Sollten also aus irgendeinem Grund die Käufer ausbleiben, erhält der Empfehlungsgeber auch kein Geld mehr. Leute, die im Vertrieb eines Unternehmens arbeiten, kennen das sicher sehr gut. Im Verkauf kann man ziemlich gut Geld verdienen, aber jeweils am Anfang eines jeden Monats wird die eigene Provisions-Uhr wieder auf Null zurückgestellt und vergangene Verkäufe zählen nicht mehr.

Dennoch kann für einen Webseitenbetreiber diese Form des Einkommen schon passiv sein. Denn ist die Webseite erstellt, auf der regelmäßige Leser gelangen, fällt für den Betreiber kaum zusätzliche Arbeit an. Bei sogenannten Nischen-Webseiten, die eher spezialisierte Themen behandeln, kann diese Form des Marketings mit dem entsprechenden Affiliate-Angebot für den Besitzer der Online-Präsenz über viele Monate oder sogar einige Jahre einen regelmäßigen Verdienst bedeuten.

Das Video zum Affiliate-Marketing mit Lifetime-Provisionen auf dem Youtube Kanal von Passiver Geldfluss.

Lifetime-Provisionen bedeuten wiederkehrende Erträge
Es gibt jedoch auch einige Merchants oder Unternehmen, die für die Vermittlung eines Angebots dem Affiliate eine wiederkehrende Vergütung anbieten. Diese wird auch gerne Lifetime-Provision genannt. Im Strukturvertrieb von Unternehmen, wozu auch das Network-Marketing oder Multi-Level-Marketing gehören, ist diese Art der Vergütung durchaus häufiger anzutreffen. Lifetime bedeutet in der Realität jedoch nicht lebenslang für den Affiliate, sondern für die Andauer, die ein Kunde, der an den Werbepartner vermittelt wurde, auch tatsächlich Kunde bleibt. Solange dieser bei dem Merchant für Umsätze sorgt, wird der Affiliate anteilig an diesem Umsatz beteiligt.

Der wiederkehrende Umsatz für den Merchant oder Advertiser ist eine notwendige Voraussetzung für eine regelmäßige Provision an den Affiliate. Wenn jeweils nur einmalig ein Umsatz generiert wird, zum Beispiel für den Kauf eines eBooks, dann macht es aus der Sicht des Werbetreibenden keinen Sinn, den Empfehlungsgeber mehrfach zu bezahlen. Anders sieht die Sache jedoch aus, wenn durch den initialen Kauf ein Cross-Selling oder Upselling zu weiteren Käufen eines Kunden kommt. Das könnte beispielweise sein, wenn nach dem Erwerb des eBooks zusätzlich ein Onlinekurs gebucht wird. Sollte hier der Affiliate erneut eine Zahlung erhalten, zählt dies ebenfalls zur Lifetime-Provision. Diese ist natürlich nicht so regelmäßig zu erwarten, als bei einer längeren Mitgliedschaft, bei der ein Affiliate wiederkehrend eine Vergütung in gewohnter Höhe erhält.

Sollte es einem Affiliate gelingen zahlreiche Kunden zu werben und dies möglichst noch diversifiziert über mehrere Anbieter, kann das ein stabiles und von der Höhe her recht ordentliches passives Einkommen bedeuten.

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Mehrere geworbene Kunden, die regelmäßig Geld für ein Angebot zahlen, können für den Affiliate äußerst lukrativ sein.

Auch in Deutschland wächst das Angebot
Aber selbst, wenn wenn die notwendigen Voraussetzungen einer mehrfachen Vergütung gegeben ist, lassen sich darauf in Deutschland bislang noch eher wenige Firmen darauf ein. In den USA ist die Lifetime-Provision sehr viel verbreiteter, weshalb englischsprachige Webseiten hier mehr Möglichkeiten haben. Ein Hintergrund der zögerlichen Verbreitung dieser Vergütungsmethode ist der Gedanke, dass man als Firma mehr davon profitiert, wenn der Affiliate zwar einen Kunden wirbt, die nachfolgenden Umsätze aber komplett in der Firma bleiben. Das auf dem ersten Blick nachvollziehbare Interesse des Merchants bzw. Advertisers entpuppt sich jedoch letztendlich als nicht unbedingt zutreffend. Meine Erfahrung ist hier, dass schon Webseitenbetreiber Affiliate-Angebote abgelehnt haben, wenn es keine Lifetime-Provision gibt oder generell die prozentuale Vergütung zu niedrig ist. Der Anreiz für den Affiliate ist daher höher mehr für ein Angebot zu werben, wenn regelmäßige Vergütungen winken. Als Merchant sollte man es sich durch den Kopf gehen lassen, ob man lieber komplett auf einen Umsatz verzichtet oder durch jemanden zusätzlicher Umsatz generiert wird, von dem man einen gewissen Anteil an den Affiliate abgibt.

Trotz des noch überschaubaren Angebots nimmt diese Art der Vergütung für Affiliates auch in Deutschland zu, bei der eine Lifetime-Provision gezahlt wird. Weil eine Lifetime-Provision letztendlich passives Einkommen ist, zählt diese natürlich zur Königsdisziplin des Affiliate Marketings.

Auswahl von Anbietern einer Lifetime-Provision
Hier nun einige Unternehmen, die Partnerprogramme mit Liftime-Provisionen anbieten. Bei allen hier genannten Anbietern ist eine Teilnahme am Partnerprogramm kostenlos und man geht keine Verpflichtungen ein.

  • Digistore24.com
    Digistore24.com ist ein Affiliate-Netzwerk, bei dem etliche Partnerprogramme für verschiedensten Themen zu finden sind. Hier bieten zunehmend Partnerprogramme eine Lifetime-Provisionen an. Oft sind es kleinere Unternehmen oder auch Einzelpersonen, die auf diese Weise ihre Produkte vermarkten. Wer einen Webauftritt hat oder einen bald plant umzusetzen, sollte sich hier umschauen.
  • Adiro.de
    Adiro ist eine kleine Alternative zu Google Adsense, falls jemand Anzeigen von Google nicht schalten möchte oder nicht kann. Zur Verfügung stehen für den Einsatz Anzeigenbanner oder Textlinks. Bei Adiro bekommt man 15 Prozent auf alle Umsätze, die der geworbene Partner zukünftig generiert.
  • Finanzen.de
    Auch bei Finanzen.de können neue Affiliates geworben werden. Bei erfolgreicher Vermittlung fließen bei Finanzen.de von jedem gewonnenen Partner 5 Prozent vom Nettoumsatz des Vormonats in die eigene Tasche.
  • Check24.de
    Auch bei Check24 können nicht nur Provisionzahlungen für erfolgreiche Verkäufe, sondern zusätzlich durch die Gewinnung neuer Partner generiert werden. Zwischen 1 und 2 Euro erhält man bei Check24.de für zukünftig erfolgreiche Abschlüsse der geworbenen Affiliates.
  • SuperClix
    SuperClix ist ein Affiliate-Netzwerk, bei dem etliche Partnerprogramme für verschiedensten Themen zu finden sind. Und es ist eines der wenigen Affiliate-Netzwerke, bei denen Lifetime-Vergütungen für geworbene Partner bezahlt werden. Bei SuperClix erhält man 5 Prozent Umsatzbeteiligung der zuvor vermittelten Partner.
  • Cleverreach
    Für die Versendung des Newsletters auf finanziell umdenken verwende ich das Angebot von Cleverreach und finde es ziemlich komfortabel und zuverlässig. Cleverreach zahlt seinen Affiliates für vermittelte Kunden dauerhaft eine Provision von 20 Prozent für alle Umätze, die sie bei Cleverreach machen.
  • Webinaris
    Neuartige digitale Angebote sorgen für viele Möglichkeiten, um ein einmal produziertes Produkt mehrfach zu verwenden. So kann ein einmal erstelltes Webinar, zum Beispiel über ein Produkt, eine Dienstleistung oder einen interessanten Sachverhalt, beliebig oft für Zuschauer im Web angeboten werden. Hier geht es zum Anbieter Webinaris, der für jeden vermittelten User eine Lifetime-Provision von 20 Prozent zahlt.

Die Liste ist sicher nicht vollständig und daher lediglich eine Auswahl, die aber für viele verschiedene Themen – nicht nur bei Finanzern und passives Einkommen – verwendet werden kann. Wer selbst Produkte über Affiliates vertreiben möchte, kann diese zum Beispiel für eine monatliche Gebühr über Sendowl.com anbieten. Das macht vor allem dann Sinn, wenn recht viele Produkte verkauft werden. Die in Deutschland neben Amazon bekanntere Plattform ist das oben erwähnte digistore24.com. Das kann sich vor allem bei einer geringeren Anzahl von Verkäufen lohnen, weil anders als bei Sendowl digistore24 bei jedem Kauf etwas abbekommt.


Zum Schluss noch der Hinweis, dass diese Form des passiven Einkommens eine ist, bei der zuvor kein Startkapital benötigt wird. Also im Gegensatz zum Aktien- oder Immobilienbesitz, bei dem zunächst einmal Geld notwendig ist, um weiteres Geld zu verdienen.

In der Praxis ist es so, dass einige geworbene Kunden irgendwann nicht mehr dabei sind. Ein gewisser Schwund stellt sich natürlich ein. Aber wenn man es fertig bringt mehr neue Kunden zu werben als aufhören, ist das schon eine lukrative Verdienstmöglichkeit.

Hast Du bereits Erfahrungen mit Lifetime-Provisionen machen können?

Zum Weiterlesen:

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Dezember 7th, 2015 by Lars Hattwig

Unter den Fans von Dividenden-Aktien machte kürzlich die internationale prominente Seite http://www.dividendmantra.com/ Schlagzeilen. Dort beschrieb mehrere Jahre lang ein Angestellter mit einem durchschnittlichen Gehalt seinen Weg, mit Dividenden-Investments passives Einkommen aufzubauen. Nach einigen Jahren kündigte er seinen Job und lebte als Vollzeit-Blogger von den Einnahmen aus seinem Online-Business und Dividenden-Einnahmen. Diese Lebensgeschichte faszinierte viele tausend Leser und auch seine Zusammenfassung als eBook war ein Erfolg. Doch dann folgten erste Misstöne bei den Lesern als der Betreiber bekanntgab, dass zukünftig weitere Personen an dieser Webseite mitwirken würden. Im November 2015 wurde den Lesern jedoch klar, dass diese Webseite verkauft worden war. Die Unzufriedenheit darüber, dass die Leser den weiteren Erfolgsweg ihres Idols nun nicht mehr verfolgen konnten, war deutlich in den Kommentaren abzulesen. Verständlich, denn ab sofort war der Blog nicht mehr derselbe wie zuvor.

Verkauf eines Unternehmens kann auch Vorteile haben
Der Vorgang des Domainhandels ist durchaus vergleichbar mit der traditionellen Wirtschaft. Hier ist es üblich ein Unternehmen aufzubauen, um es anschließend mit einem möglichst hohen Preis zu verkaufen. Ein Ratgeber zum Aufbau und anschließendem Verkauf eines Unternehmens ist „Die Lizenz zum Reichwerden“ von Paul Misar. Für die Mitarbeiter ist der Verkauf der Firma, die ihnen das Geld für ihre regelmäßigen Ausgaben zahlt, oft eine Phase der Ungewissheit. Ich selbst habe früher als Angestellter mehrfach einen derartigen Verkauf mitgemacht und weiß, dass er jeweils Vorteile als auch Nachteile haben kann. Pauschal verurteilen kann man einen Verkauf eines Unternehmens nicht, denn es gibt auch Beispiele, wie ein schwächelndes Unternehmen durch professionelles Management wieder wettbewerbsfähig gemacht wurde. Ein Beispiel dafür ist Berentzen, welches viele sicher vom bekannten Apfelkorn kennen. Im Jahr 2008 war das Unternehmen schwer angeschlagen und wurde erst durch den Aufkauf und die Sanierung des Beteiligungsunternehmens Aurelius wieder zurück auf den Erfolgskurs gebracht.

Ein prominent bei Google platzierter Domainname ist ein Vermögenswert
Aber zurück zur digitalen Welt. Der Verkauf einer beliebten Webseite kann unterschiedliche Gründe haben. Vergessen darf man dabei nicht, dass eine gut laufende Webseite mit entsprechender Monetarisierung nicht nur ein kleines Unternehmen ist, sondern ein passives Einkommen generiert. Der Verkauf solch einer Geldmaschine sollte daher gut überlegt sein.

Vielleicht erinnern sich einige von Euch noch daran, dass Marc Zuckerberg von Facebook zu anfänglichen Zeiten ein Angebot von einer Milliarde US-Dollar ausgeschlagen hatte. Gut, das sind Beträge, die Webseiten nicht erreichen. Wer jedoch im Laufe der Zeit eine Webseite hochgezogen hat, die beispielsweise 500 oder 1.000 Euro monatlich Umsatz generiert, muss sich schon gut überlegen, ob die Gans mit den regelmäßig produzierenden „goldenen Eiern“ wirklich geschlachtet, also verkauft werden soll. Auf der anderen Seite kann es sein, dass man selbst verspürt den Zenit für diesen Blog oder für diese Webseite überschritten hat. Dann kann der Verkauf für einen ordentlichen Preis durchaus Sinn machen. Gründe für den oben genannten Fall sind bislang nur Spekulationen.

Aber möglicherweise hat der ehemalige Blogbetreiber gemerkt, dass im Grunde „alles zum Thema gesagt“ worden ist. Oder er suchte nach neuen Herausforderungen. Dennoch ist ein Domainname, den Du im Laufe der Zeit mit Inhalten füllst und somit prominent machst, ein echter Vermögenswert. Gerade wenn viele geschriebene Artikel von Google relativ hoch gerankt sind, ist diese Webseite selbst ohne weitere große Aktivitäten für eine Weile eine Cashcow, die regelmäßig Geld produziert.

Zum Weiterlesen

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eBooks sind Bücher in digitaler Form
Dezember 6th, 2015 by Lars Hattwig

Ein Buch oder eBook zu verkaufen, gehört zu den klassischen Methoden ein passives Einkommen zu generieren. Denn ist das Schriftstück erst einmal im Markt platziert, wird es oft über Jahre hinweg verkauft und produziert für den Autor Einnahmen. Natürlich hängt es sowohl vom Thema, von der Bekanntheit des Autors und von den PR-Maßnahmen, die für den Verkauf des Buches ergriffen werden. Ich möchte mich in diesem Artikel auf das Verkaufen von eBooks beschränken, da wir hier ja digitale Produkte besprechen möchten.

Dazu das Video „Passives Einkommen durch ein eigenes eBook“ vom Youtube Kanal von Passiver Geldfluss.

Eine Buchveröffentlichung bedeutet viel Arbeit

Zunächst einmal sind die Herausforderungen für das Verfassen eines Buches nicht zu unterschätzen. Denn ein Buch ist etwas ganz anderes als ein Blog-Artikel. Das Thema muss einerseits ein Mindestmaß an Ausführlichkeit vorweisen können. Oft müssen vorbereitende Kapitel geschrieben werden, bevor man überhaupt zum Kernthema gelangt. Dabei muss der Lesefluss für zukünftige Leser stimmig sein, es dürfen keine Logikfehler auftreten, was bei mehreren Kapiteln schnell passieren kann. Zudem müssen rechtliche Sachverhalte unbedingt beachtet werden. Einfach eine Grafik oder Bild aus dem Netz für das eigene Buch verwenden, ohne die Erlaubnis zu holen, kann schnell unangenehme rechtliche Konsequenzen haben. Selbst wenn man die Quelle angibt. Wenn man dann irgendwann fertig ist, solltet Ihr das Buch selbst mindestens drei- bis viermal durchlesen. Selbst beim letzten Durchgang findet Ihr garantiert immer noch Fehler. Zum anderen sollten das Buch mindestens drei externe Leute aus verschiedenen Fachgebieten lesen. Wenn nur Menschen aus derselben Fachrichtung für das Korrekturlesen herangezogen werden, kann sich eine gewisse Betriebsblindheit einstellen. Erst fachfremde Leser entdecken, falls zum Beispiel ein Sachverhalt nicht umfassend genug erklärt wurde. Mir ist es passiert, dass ich eine Korrektur zurückbekommen hatte, die noch einmal ziemlich viele Textpassagen in Frage gestellt hatte. Zwar muss man als Autor natürlich selbst die Entscheidung treffen, welche Inhalte und Formate für ein eBook genutzt werden, aber ich hatte daraufhin die Veröffentlichung um ein paar Tage verschoben, um mir die Korrekturvorschläge noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen.

Deadline setzen

Ein Buch schreibt sich in der Regel nicht einfach so weg, manchmal kommt man auch nicht richtig voran. Um dennoch die Fertigstellung einigermaßen zügig durchzuführen, empfehle ich jedem sich eine Deadline zu setzen. Denn mit der Einstellung, „ich schreibe mal hier und da ein bisschen, wenn gerade Zeit ist“, zieht das Projekt schnell über Monate in die Länge. Wer eine Prüfung oder einen Abschluss immer wieder vor sich her schiebt, kennt das latente Unzufriedenheitsgefühl darüber. Das ist bei einem ernst gemeinten Buchprojekt auch nicht anders.

Welche Verkaufsplattformen nutzen?

Wer als Autor nicht bekannt ist, wird selten einen prominenten Verlag finden, der sein Buch veröffentlicht. Bei reinen geplanten eBooks ist die Wahrscheinlichkeit noch geringer, weil die Gewinnmarge für den Verlag niedriger ist. Aber heute gibt es Alternativen, so dass letztendlich jeder die Chance bekommt sein Schriftstück in den Markt zu bringen. In Deutschland gibt es derzeit zwei Plattformen über die der Verkauf üblicherweise stattfindet. Die eine Adresse ist digistore24.com und die andere Amazon, hier mit einem Einstiegs-Video. Für spezialisierte Fachbücher, die man gerne höherpreisig verkaufen möchte, bietet sich digistore24 als Verkaufplattform an. Mehr potenzielle Käufer hat man natürlich beim größten Online-Versandhandel der Welt, nämlich Amazon. Möchte man sein eBook dort in der Preisspanne zwischen 2,99 und 9,99 Euro verkaufen, können bis zu 70% Tantiemen für den Autor gewählt werden. Das gilt zwar nicht für alle Länder – ist hauptsächlich interessant, wenn man ein englischsprachiges eBook erstellen möchte – ist jedoch als Verkaufsprovision für Autoren unschlagbar hoch. Bei einem normalen Buchverlag – sofern dieser sein Buch überhaupt veröffentlichen möchte – gelangen lediglich zwischen 8 und 15% zum Autor. Lediglich bekannte Personen oder in der Vergangenheit bereits erfolgreiche Autoren können etwas bessere Konditionen mit dem Verlag verhandeln. Bei digistore24.com ist der Vorteil, dass man mögliche Affiliates mit deutlich höheren Provisionen als bei Amazon anlocken kann. Denn wer zum Beispiel 50% seines Umsatzes anbietet, damit andere sein Buch bewerben, wird eine höhere Quote an Affiliates erzielen als mit einer Provision von unter 10% wie bei Amazon.

Wenn das eBook veröffentlicht wird

Mein letztes eBook habe ich bei Amazon veröffentlicht. Manchmal liest man im Netz noch über umständliche Formatänderungen vor dem Hochladen des Manuskripts. Aber es reicht zum Beispiel ein ganz normales Word-Dokument als Manuskript aus. Beim Hochladen durchlauft Ihr mehrere Abfragen, zu denen es jeweils Erläuterungen gibt. Wenn trotzdem etwas unklar bleibt, gibt es zu der jeweiligen Frage Erfahrungsberichte im Netz. Wichtig ist die Beschreibung des eigene eBooks, die ausgewählten Keywörter und natürlich das Cover. Hier solltest Du Dir auf jeden Fall etwas Zeit nehmen, denn davon hängt ab, wie gut Dein Buch anderen Lesern auffällt und wie gut es gefunden wird. Das Cover hat lediglich den Zweck, dass es im „Regal“ bei Amazon potenziellen Lesern ins Auge springt und irgendwie interessant aussieht. Amazon veröffentlicht ein eBook nach einer kurzen Überprüfung innerhalb eines Tages, bei mir hatte es nur zwei bis drei Stunden gedauert. Dabei solltest Du am Anfang so viel Werbung wie möglich machen. Optimal ist das eBook einigen Bekannten oder Freunden schon einige Tage vorher zum Lesen zu geben, dass gleich zur Veröffentlichung positive Rezensionen erscheinen. Das animiert andere Leute eher es ebenfalls zu kaufen, als wenn es „nackig“ irgendwo herumsteht.

Wie mit negativen Rezensionen umgehen?

Von Kritikern wird oft genannt, dass die Qualität von Buchveröffentlichungen nachgelassen habe, seitdem dies quasi jeder tun kann. Zum einen ist das Argument richtig, da zum Beispiel die Prüfung eines Lektorats fehlt. Auf der anderen Seite bekommen schlechte Bücher auch die entsprechenden Reaktionen. Das können Blogs sein, die über Bücher berichten, aber auch Leser-Rezensionen bei Amazon. Wichtig dabei ist im eigenen Interesse darauf zu achten, dass Dein eBook inhaltlich und formal ein gewisses Qualitätsniveau aufweist, selbst wenn am Ende immer noch irgendwo ein Komma nicht richtig gesetzt wurde.

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Ein Buch mit mehreren schlechten Rezensionen macht wirklich keinen guten Eindruck.

Auf der anderen Seite kann es immer Käufer geben, die eine andere Erwartung an das Buch hatten. Häufig sind genau diese Leser es auch, die sich dann mit einer Rezension melden. Während die meist zufriedene Mehrheit schweigt. Es kann also sein eine schlechte Leserkritik zu erhalten. Sollte dies lediglich seine Meinung wiederspiegeln, macht es aus meiner Sicht keinen Sinn, diese Meinung zu kommentieren. Anders sieht der Sachverhalt aus, wenn Unwahrheiten verbreitet werden oder der Leser den Inhalt aus irgendeinem Grund völlig missverstanden haben sollte. In diesen Fällen bietet Amazon auch an die Rezension an sich zu kommentieren. Auf jeden Fall sollte die Reaktion sachlich bleiben. Ich habe auch schon erlebt, dass der Autor eher beleidigt reagierte, was sicher nicht gerade verkaufsfördernd sein dürfte.




Fazit

Wer ein Thema hat wofür er brennt oder bereits viele Blogartikel veröffentlicht hat, sollte über die Veröffentlichung eines eBooks ernsthaft in Erwägung ziehen. Bei vielen Blogartikeln können eBooks als eine Art Zusammenfassung mit vertiefenden Elementen dienen. Dafür sind auch die eigenen Blogleser meist gerne bereits etwas zu bezahlen. Aber die Arbeit für solch ein Buch sollte nicht unterschätzt werden. Käufer reagieren auch allergisch darauf, wenn das Schriftstück nur vor Fehlern strotzt und quittieren dies mit negativen Rezensionen. Da hilft es auch nicht mit dem Preis niedrig zu bleiben. Generell solltest Du auch wirklich etwas haben, was Du anderen mitteilen möchtest und um damit einen Mehrwert zu generieren. Dann klappt es auch mit dem jahrelangen passiven Einkommensstrom.

Zum Weiterlesen:

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Dezember 5th, 2015 by Lars Hattwig

Wenn von passiven Einkommenströmen gesprochen wird, wirft man in der Regel alle Möglichkeiten die es gibt, in einen Topf. Details zu den Varianten werden wir uns in späteren Artikeln noch anschauen. Allerdings lässt sich das passive Einkommen in zwei übergeordnete Kategorien einteilen: Zum einen in

  1. Passives Einkommen über Startkapital
  2. Passives Einkommen ohne Anfangskapital

Mit „Startkapitel“ sind schon größere Summen, also höhere fünfstellige, meist jedoch sechs- oder siebenstellige Eurosummen gemeint. „Ohne Anfangskapital“ meint auch nicht, keinen einzigen Euro zu besitzen, sondern dass keine großen Ersparnissen notwendig sind. Vorab müssen wir kurz den Begriff Vermögenswert definieren. Oft wird eine Anschaffung wie eine Maschine, ein Auto oder eine Immobilie als Vermögenswert eingestuft, weil man damit bei einem späteren Verkauf wieder einen entsprechenden Geldwert erhält. Hier möchte ich die Definition eines Vermögenswertes anders festlegen: Vermögenswerte sorgen für einen permanenten Geldstrom das eigene Portmonnaie Das heißt, alles was keinen regelmäßigen Geldfluss auf das eigene Konto verursacht, ist auch kein Vermögenswert.

Mit Startkapital Vermögenswerte kaufen
Wer eine Menge Geld auf dem Konto hat, investiert dieses in Wertpapiere, Anleihen, vorwiegend jedoch Aktien oder in andere Sachwerte wie Immobilien. Auf diese Weise kassiert der Investor Zinsen, Dividenden oder Mieteinnahmen. Auf der Seite Passiver Geldfluss haben wir uns ziemlich ausführlich mit diesem Thema befasst. Das ist eine ziemlich bequeme Form des passiven Einkommens, jedoch ist dazu erst einmal ein ordentlicher Kontostand notwendig.

Ohne Anfangskapital Vermögen erschaffen
Die spannendere, aber insgesamt schwierigere Form des passiven Einkommens ist selbst Vermögenswerte zu erschaffen. Hier fangen wir gleich mit der Königsdisziplin an, nämlich ein eigenes Unternehmen zu gründen, welches an die Börse geht und andere Menschen von diesem Unternehmen kleine Anteile an Vermögenswerten in Form von Aktien kaufen.
Ok, bevor jetzt alle Leser demotiviert den Artikel wegklicken, es geht auch sehr viel kleiner. Wer es grundsätzlich fertig bringt Lösungen für die Probleme anderer Menschen anzubieten oder emotional eine Kundschaft zu erreichen, befindet sich auf einem guten Weg ordentlich Geld zu verdienen. Das fängt schon bei etwas scheinbar banalem wie einem eBook oder einem anderen digitalen Produkt (z.B. Online-Kurs) an. Wenn derartige Produkte erfolgreich an den Markt gebracht werden können, liefern sie dem Autor oder Produzenten über längere Zeit ein passives Einkommen.
Selbst eine viel besuchte Webseite ist ein Vermögenswert, gerne werden auch Domainnamen gehandelt. Im heutigen schnelllebigen Informationszeitalter ist jedoch zu einer Unternehmensgründung in vielen Fällen kein größeres Kapital mehr notwendig. Hauptsächlich ist eine Idee, kluges Vorgehen und unternehmerisches Denken wichtig. Die Gründung und der Aufbau einer Firma hat natürlich das Potential noch nachhaltiger und voluminöser einen Vermögenswert zu erschaffen. Also mit Wissen und einer Idee ist es möglich selbst ohne viel Geld auf dem Konto Vermögenswerte zu schaffen, um damit Geld zu verdienen. Oft ist es in der Praxis jedoch so, dass beide Formen des aktiven und passiven Einkommens anteilmäßig in einem Geschäftsmodell enthalten sind.

Unterschied aktiv versus passiv am Geschäftsmodell zu merken
Der klassische Fall ist der Auftrag für eine individuelle Tätigkeit oder Dienstleistung. Das kann zum Beispiel der Aufbau einer für den Kunden passenden Webseite, eine Beratung oder eine handwerkliche Tätigkeit sein. Dabei arbeitet eine Person für jemand anderen, bringt dafür Zeit auf und wird anschließend für diese Zeit einmal bezahlt. Sobald der Auftrag beendet ist, fließt auch kein weiteres Geld – solange nicht nachfolgend erneut ein individueller Auftrag zu erledigen ist. Der andere Weg ist einmalig etwas zu produzieren, wofür jedoch anschließend mehrfach bezahlt wird. Typische Beispiele sind die Veröffentlichung eines Buches, das Verkaufen von Application Software (Apps), der Verkauf von Lizenzen für eine temporäre Nutzung von digitalen Produkten oder die Bereitstellung von Informationen auf einer Webseite, auf der Anzeigen geschaltet werden. Nachteil ist jedoch dafür geringere Preise erzielen zu können als bei einem individuellen Auftrag. Ein Blog ist ein schönes Beispiel für eine Mischform aktiv und passiv. Einerseits muss ein Blog durch aktive Arbeit am Leben gehalten werden, weil sonst ein Teil der Leser verschwinden. Auf der andere Seite sind besonders zeitlose Themen, aber mit hochwertiger Qualität oft noch über mehrere Jahre in den Suchmaschinen, vor allem Google, weit vorne indexiert. Damit gelangt noch längere Zeit ein Besucherstrom auf ältere Artikel, für die der Blogbetreiber nichts mehr groß tun muss. Das ist der passive Anteil.

Passives Einkommen bringt Zeitvorteil
Da nach Fertigstellung des Produkts mitunter jahrelang ein Geldfluss stattfindet, kann man in dieser Zeit neue Projekte angehen, die anschließend erneut für längere Zeit einen Geldstrom produzieren.

Zum Weiterlesen:

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