Dezember 16th, 2015 by Lars Hattwig

Das Affiliate Marketing wird auch Empfehlungsmarketing genannt, weil jemand einen guten Service oder ein gutes Produkt weiterempfiehlt. Kommt es dabei entweder zu einer Anmeldung oder einem Verkaufsprozess, erhält der Empfehlende, auch Affiliate genannt, für den vermittelten Verkauf eine Provision. Affiliates gibt es nicht nur in der digitalen Welt, sondern auch in der analogen Welt. Wer zu Kaufland, einem anderen großen Supermarkt oder in einem Shopping-Center geht, sieht oft Verkäufer von 1und1 oder Sky. Diese Verkäufer sind im Standardfall keine Mitarbeiter der Unternehmen, sondern lebendig herumlaufende Affiliates. Sie weisen auf die Vorteile des Angebots und „empfehlen“ den Erwerb eines Angebots. Für einen erfolgreichen Abschluss erhalten sie eine Provision.

Jemand mit einer Webseite kann auf seinem Internetauftritt ebenfalls Produkte anderer Unternehmen anbieten und erhält eine Provision bei einer erfolgreichen Vermittlung. Aber selbst der eigene Webauftritt ist zumindest in der Theorie nicht notwendig. Denn Affiliate-Links kann man auch per E-Mail verschicken, als Kommentar auf anderen Blogs oder in Foren hinterlassen. In der Praxis das ist jedoch vom jeweiligen Anbieter der Web-Plattform nicht gerne gesehen und derartig platzierte Links werden im Standardfall vom Blogbetreiber oder Forums-Admin recht schnell entfernt. Im Wiederholungsfall wird man auch aus einem angemeldeten Forum verbannt.
Allerdings könnte man sich zuvor mit dem Betreiber einer solchen Plattform auf eine Kooperation einigen, wobei für beide Seiten ein Vorteil herauskommt. Beispiele dafür werde ich später einmal in separaten Artikeln besprechen.

Dennoch ist der eigene Webauftritt, mit der Freiheit einer eigene Gestaltung, noch die unkomplizierteste Form für das Affiliate-Marketing. Wichtig dabei ist, dass die Webseite einen Mehrwert für Leser bringt und sie deshalb dem Betreiber der Webseite vertrauen, dauerhaft einen gewissen Qualitätsstandard geboten zu bekommen.

Affiliate-Marketing als Win-Win-Situation
Die Art der Kooperation über das Affiliate-Marketing kann sowohl für den Anbieter des Angebots – also ein kommerzieller Werbetreibender, auch Merchant oder Advertiser genannt – als auch für den Webseitenbetreiber ein Win-Win-Situation bedeuten. Denn der Werbetreibende geht kein Risiko ein, weil er nur dann eine Provision zahlen muss, wenn der Kunde eine entsprechende Handlung vornimmt. In einigen Fällen reicht dazu bereits eine Anmeldung, also Kontaktherstellung zwischen Firma und Kunden (Cost der Lead), in anderen Fällen muss der Kunde tatsächlich etwas kaufen (Cost per Sale).
So kann der Webseitenbetreiber (Affiliate) auf diese Weise Geld verdienen ohne dass er zuvor ein eigenes Produkt erstellen musste. In der analogen Welt ist diese Form des Produktvertriebs als Network-Marketing oder Multi-Level-Marketing (MLM) bekannt.

Über einen Affiliate-Link zu kaufen bringt keinen Kostennachteil
Jetzt möchte ich noch mit einem weit verbreiteten Vorurteil aufräumen. Wenn jemand über einen Affiliate – egal ob online oder offline – ein Angebot wahrnimmt, dann bezahlt er nicht mehr Geld als wenn er rein zufällig selbst auf das Produkt oder die Dienstleistung gestoßen wäre. Ein typisches Beispiel ist der Kauf eines Buches bei Amazon. Wird das Buch für 7,95 Euro angeboten und ein Käufer gelangt über einen Affiliate-Link dorthin, zahlt dieser weiterhin die dort angezeigten 7,95 Euro. Einzig Amazon gibt einen Teil des Verkaufspreises – die Provision – an den Affiliate ab.

Nachfolgend möchte ich von zwei Affiliate-Netzwerken, also eine Plattformen mit mehreren Advertisern, einen Einblick geben.

Affiliate Marketing über Affili.net
Affili.net ist ein Affiliate-Netzwerk mit über 2.500 Advertisern, und viele bekannte Firmen sind dort vertreten.

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Nach erfolgreicher Registrierung könnt Ihr gezielt nach Unternehmen suchen oder Filterfunktionen zur Auswahl von potentielle Firmen einstellen. Habt Ihr Wunsch-Firmen gefunden, deren Produkte Ihr auf Eurer Webseite anbieten möchtet, müsst Ihr Euch erst bei den Unternehmen bewerben. Die Zusage oder Absage kam bei mir im günstigen Fall in wenigen Stunden, im schlechten Fall erst nach etlichen Wochen. Es passiert durchaus nicht selten, dass man als Affiliate aus irgendwelchen Gründen abgelehnt wird. Sei es wegen der nicht zutreffenden Zielgruppe oder weil Eure Webseite den Firmen aus einem anderen Grund nicht gefällt.

Wir gehen jetzt von einer Zusage aus und schauen zum Beispiel auf den Anbieter Urlaub.de. Dazu geht man auf „Programminfo“, auf der allgemeine Informationen zum Partnerprogramm stehen, dort findet man auch, was erlaubt ist und was nicht. Die werbenden Firmen haben natürlich ein Interesse daran, dass auch bei ihren Partnern alles mit rechten Dingen zugeht.

Ob die Partnerschaft aktiv ist, ist rechts unten im Ausschnitt zu sehen. Gehen wir als nächstes auf „Werbemittel auswählen“.

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Nun öffnet sich eine Seite mit Angeboten von Bannern und Textlinks. Die Advertiser stellen in der Regel mehrere Größen, Ausrichtungen und Gestaltungen von Bannern an.

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Jeweils unter dem Angebot ist der entsprechende HTML-Code, den man mit Copy&Paste (Strg+C und Strg+V) auf das gewünschte Feld der eigenen Webseite einfügt. Nach dem Hochladen der eigenen Seite auf dem Webserver ist die Anzeige oder der Textlink unverzüglich aktiv.

Vor einigen Jahren gab es noch das Angebot Pay per Click, was bei Google Adsene die übliche Vergütungsmethode ist. Bei Affili.net finde ich diese Form der Vergütung fast überhaupt nicht mehr. Der Verdienst liegt zwischen einen Betrag im unteren Euro-Bereich, bis hin zu unteren dreistelligen Euro-Beträgen.

Affiliate-Marketing über digistore24.com
Ein Affiliate-Netzwerk, welches sich immer größerer Beliebtheit erfreut ist digistore24.com. Digistore24 ist nicht nur für Affiliates interessant, sondern auch für Advertiser (hier Vendoren genannt), die ihren Videokurs, ihr E-Book oder sonstiges Angebot platzieren möchten. Der Vorteil ist ein automatisiertes Bezahl- und Auslieferungssystem wie zum Beispiel bei Amazon, aber mit dem Unterschied, dass hier auch höherpreise Produkte verkauft werden können. Bei Amazon sind es Nutzer gewohnt vor allem die Waren auch günstig zu erhalten. Ein eBook für 30, 50 oder 70 Euro wird kaum gekauft, bei digistore24 dagegen schon.

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Nach erfolgreicher Registrierung muss man sich als motivierter Affiliate zwar ebenfalls bewerben, aber das ist in den meisten Fällen lediglich ein formaler Vorgang. Denn nach meiner Erfahrung ist der Affiliate-Link nach dem Klick auf „Jetzt promoten“ anschließend unverzüglich verwendbar. Auf der Angebotsseite sind einige Informationen ersichtlich, die für die Auswahl von Partnerprogrammen relevant sind. Als Beispiel habe ich DigiMember 2.0 gewählt

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Unter 1.) ist natürlich die Höhe der Provision vom Verkaufspreis interessant. Die hier angegebenen 25% zählen schon zum unteren Niveau, oft gibt es 50% oder noch mehr.

Bei 2.) ist einerseits der Verkaufsrang ein Indiz über die Erfolgsquote einer Bewerbung, aber aus meiner Sicht noch wichtiger ist die Stornoquote. Denn es nützt einem nicht viel, wenn man zwar hochpreisige Produkte verkauft, davon aber etwa die Hälfte wieder zurückkommt. Die hier im Beispiel angegebene niedrige Stornoquote von 2% spricht für eine gute Qualität für den angebotenen Preis.

3.) gibt einen Hinweis auf die Art der Bezahlung. Grundsätzlich ist es natürlich schön, wenn überhaupt verkauft wird. Aber nach dem Verkauf ist vor dem nächsten Verkauf. Die Bezahlweise „Abonnement“ deutet darauf hin, dass es nach dem „Sale“ noch weitere Provisionszahlungen gibt. Im Idealfall erhältst Du als Affiliate eine sogenannten Lifetime-Provision, das heißt solange Folgezahlungen, wie der von Dir geworbene Leser auch Kunde bleibt und Umsatz einbringt. Hier solltest Du aber genau die Konditionen des Vendors beachten. Ich habe auch schon die „Bezahlweise: Abonnement“ vorgefunden, wobei es sich insgesamt nur um maximal zwei Zahlungen für den Affiliate handelte.

Unter 4.) ist die Verkaufsseite des Vendors zu sehen. Aus der Sicht eine seriösen Affiliates solltet Ihr Euch die Seite anschauen, wie sie auf Euch wirkt. Wenn Ihr selbst nach Aufsuchen dieser Seite nichts kaufen würdet, solltet Ihr überlegen, ob Ihr diese wirklich Euren Bloglesern anbieten wollt.
Die Affiliate-Support-Seite dient Euch zur Hilfe, Eure Texlinks oder Banner zu erstellen.

Das war ein Artikel darüber, was Affiliate-Marketing ist, und anhand zwei prominenter Anbieter eine Beschreibung wie Affiliate-Marketing in der Praxis genutzt werden kann. Demnächst folgt noch ein Artikel darüber, welche Art des Empfehlungsmarketing zu guten Umsätzen führt und welche Fehler hier vermieden werden sollten.
Eine sehr erfolgreiche Umsetzung des Affiliate-Marketings mit dem Aufbau von Nischenwebseiten und einer hohen Monetarisierung findet Ihr im eBook „Schritt für Schritt zur eigenen Nischenwebsite und zu den ersten Einnahmen“. Das Buch ist explizit für Einsteiger geschrieben und zeigt einen Weg, um regelmäßig Geld verdienen zu können.

Zum Weiterlesen:

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