Verkauf von beliebten Webseiten als kleine Unternehmen

Unter den Fans von Dividenden-Aktien machte kürzlich die internationale prominente Seite http://www.dividendmantra.com/ Schlagzeilen. Dort beschrieb mehrere Jahre lang ein Angestellter mit einem durchschnittlichen Gehalt seinen Weg, mit Dividenden-Investments passives Einkommen aufzubauen. Nach einigen Jahren kündigte er seinen Job und lebte als Vollzeit-Blogger von den Einnahmen aus seinem Online-Business und Dividenden-Einnahmen. Diese Lebensgeschichte faszinierte viele tausend Leser und auch seine Zusammenfassung als eBook war ein Erfolg. Doch dann folgten erste Misstöne bei den Lesern als der Betreiber bekanntgab, dass zukünftig weitere Personen an dieser Webseite mitwirken würden. Im November 2015 wurde den Lesern jedoch klar, dass diese Webseite verkauft worden war. Die Unzufriedenheit darüber, dass die Leser den weiteren Erfolgsweg ihres Idols nun nicht mehr verfolgen konnten, war deutlich in den Kommentaren abzulesen. Verständlich, denn ab sofort war der Blog nicht mehr derselbe wie zuvor.

Verkauf eines Unternehmens kann auch Vorteile haben
Der Vorgang des Domainhandels ist durchaus vergleichbar mit der traditionellen Wirtschaft. Hier ist es üblich ein Unternehmen aufzubauen, um es anschließend mit einem möglichst hohen Preis zu verkaufen. Ein Ratgeber zum Aufbau und anschließendem Verkauf eines Unternehmens ist „Die Lizenz zum Reichwerden“ von Paul Misar. Für die Mitarbeiter ist der Verkauf der Firma, die ihnen das Geld für ihre regelmäßigen Ausgaben zahlt, oft eine Phase der Ungewissheit. Ich selbst habe früher als Angestellter mehrfach einen derartigen Verkauf mitgemacht und weiß, dass er jeweils Vorteile als auch Nachteile haben kann. Pauschal verurteilen kann man einen Verkauf eines Unternehmens nicht, denn es gibt auch Beispiele, wie ein schwächelndes Unternehmen durch professionelles Management wieder wettbewerbsfähig gemacht wurde. Ein Beispiel dafür ist Berentzen, welches viele sicher vom bekannten Apfelkorn kennen. Im Jahr 2008 war das Unternehmen schwer angeschlagen und wurde erst durch den Aufkauf und die Sanierung des Beteiligungsunternehmens Aurelius wieder zurück auf den Erfolgskurs gebracht.

Ein prominent bei Google platzierter Domainname ist ein Vermögenswert
Aber zurück zur digitalen Welt. Der Verkauf einer beliebten Webseite kann unterschiedliche Gründe haben. Vergessen darf man dabei nicht, dass eine gut laufende Webseite mit entsprechender Monetarisierung nicht nur ein kleines Unternehmen ist, sondern ein passives Einkommen generiert. Der Verkauf solch einer Geldmaschine sollte daher gut überlegt sein.

Vielleicht erinnern sich einige von Euch noch daran, dass Marc Zuckerberg von Facebook zu anfänglichen Zeiten ein Angebot von einer Milliarde US-Dollar ausgeschlagen hatte. Gut, das sind Beträge, die Webseiten nicht erreichen. Wer jedoch im Laufe der Zeit eine Webseite hochgezogen hat, die beispielsweise 500 oder 1.000 Euro monatlich Umsatz generiert, muss sich schon gut überlegen, ob die Gans mit den regelmäßig produzierenden „goldenen Eiern“ wirklich geschlachtet, also verkauft werden soll. Auf der anderen Seite kann es sein, dass man selbst verspürt den Zenit für diesen Blog oder für diese Webseite überschritten hat. Dann kann der Verkauf für einen ordentlichen Preis durchaus Sinn machen. Gründe für den oben genannten Fall sind bislang nur Spekulationen.

Aber möglicherweise hat der ehemalige Blogbetreiber gemerkt, dass im Grunde „alles zum Thema gesagt“ worden ist. Oder er suchte nach neuen Herausforderungen. Dennoch ist ein Domainname, den Du im Laufe der Zeit mit Inhalten füllst und somit prominent machst, ein echter Vermögenswert. Gerade wenn viele geschriebene Artikel von Google relativ hoch gerankt sind, ist diese Webseite selbst ohne weitere große Aktivitäten für eine Weile eine Cashcow, die regelmäßig Geld produziert.

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Dezember 7th, 2015 by